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ein Stück von Rike Reiniger
mit Daniela Mitterlehner
Regie: Judith Senger

„Ich heiße Sophie Scholl. Und da fängt das Problem auch schon an.“
Nur zufällig trägt die Jurastudentin den Namen der Widerstandskämpferin. Und dieser Name ist Zumutung und Anstoß, als sie in ein Betrugsverfahren verwickelt wird, in dem sie sich zwischen ihrer Kariere und der Wahrheit entscheiden muss.

Sophie Scholl ist eine Ikone des Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Sie kämpfte gegen das Unrecht in einer Zeit, in der dies ein Todesurteil sein konnte, und sie wurde 1943 wegen „Hochverrats und Wehrmachtszersetzung“ hingerichtet.

Schulen wurden nach ihr benannt, ihr Leben mehrfach verfilmt, es gibt Gedenkveranstaltungen, Gedenktafeln, Kongresse unter ihrem Namen – sie ist fester Bestandteil unserer Erinnerungskultur. Und für uns Nachgeborene ist es immens wichtig, dass es in der Zeit des Nationalsozialismus auch solche Deutsche gab.

Aber  Sophie Scholl war auch eine junge Frau voller Lebenslust, begeisterungsfähig, eigenwillig.

Rike Reiniger verknüpft die Geschichte der historischen Sophie Scholl mit der einer fiktiven Jurastudentin heute, die  im Gerichtssaal mit sich ringt, ob sie eine unschuldige Sekretärin entlastet und damit ihre Karriere und die ihrer Kommilitonen ruiniert oder sich durch ihr Schweigen schuldig macht.

Aufführungsrechte: Theaterstückverlag, München